WILD

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WILD (en.: "Waking Induced/ Initiated Lucid Dream"; dt.: vom Wachen aus induzierter Klartraum) ist eine der gebräuchlichsten klartraumgewinnenden Techniken. Bei dieser Technik erfolgt der Übergang vom Wachzustand direkt in den Klartraum. Der Schlüssel zum Erfolg bei dieser Technik liegt im Erkennen des hypnagogen Zustands, dem Zustand zwischen Wachbewußtsein und Schlaf. Wenn es gelingt, während dieses Zustands bewußt zu bleiben, kann der Eintritt in einen Klartraum erfolgen.

Anleitung

Drei Stufen führen zum Erfolg:

  • Entspannen
  • Bewußt bleiben
  • Eintritt in den Traum

WILD ist eher weniger erfolgversprechend vor dem Einschlafen. Die besten Ergebnisse lassen sich nach dem Aufwachen in der Nacht und einem Wachbleiben von 5-60 Minuten (ist von Träumer zu Träumer verschieden) erzielen. Nach der Schlafunterbrechungszeit legt sich der Träumer zum "wilden" hin. Sehr gut eignet sich auch ein Mittagsschläfchen für diese Methode.

Manche Träumer zählen oder sehen sich Treppen auf- oder absteigen, singen innerlich leise, lösen rechenaufgaben oder wenden eine andere Möglichkeit an, um ihr Bewßtsein wach zu halten, wobei der Körper bereits schläft.

Oft geht mit dem Eintritt in dieses Stadium die Schlafstarre einher. Auch ein leichtes Vibrieren kann auftreten. Eine Erfahrung, die zunächst verwirrend, aber ganz normal und harmlos ist.

Die Körpertechnik

Die Körpertechniken wird wie die erste von THOLEY genannt. Hierbei richtet man seine Konzentration während des Einschlafens auf das Körpergefühl. Bei der Zwei-Körpertechnik stellt man sich intensiv vor, daß man einen zweiten, beweglichen Körper hat, mit dem man sich aus dem, im Bett ruhenden Körper, auf eine beliebige Art herauslöst. Hat man sich von seinem starren Körper getrennt, so kann der "Traumkörper", der zunächst als luftig empfunden wird, entweder seine Konsistenz beibehalten oder sich so weit verfestigen, dass er sich wie der eigentliche Körper anfühlt. Bei der Ein-Körpertechnik soll man durch intensive Vorstellung, daß man sich in einer anderen Lage oder an einem anderen Ort befindet als der physische, im Bett liegende Organismus, bewerkstelligen, den Klartraumzustand zu erreichen. Als Alternative kann man sich auch vorstellen, den Körper in Luft zu verflüchtigen und ihn anschließend wieder in einen beweglichen Körper zu verfestigen.

Die Ich-Punkttechnik

Diese Technik (THOLEY, 1983) fußt auf dem Gedanken, daß das Erleben des eigenen Körpers nur ein vom Wachzustand übernommenes und im Traum prinzipiell entbehrliches Phänomen ist. Somit stellt diese Technik das Gegenstück zu der eben beschriebenen dar. Während des Einschlafens soll man sich auf den Gedanken konzentrieren, daß man bald gar nichts mehr von seinem Körper spüren wird. Spürt man ihn dann tatsächlich nicht mehr, stelle man sich vor, als punktförmiges Ich frei im Raum umher zu schweben. Dem Ich-Punkt steht dann die Traumwelt offen, indem er sich in die vorgefunden Szenerie einfach hineinfließen läßt.

Bei den beiden letztgenannten Techniken (Körper- und Ich-Punkt-Technik) sollte man bedenken, daß der Zeitraum für einen erfolgreichen Transfer, um von dem Wach- in den Traumzustand zu gelangen, eher kurz ist und relativ dicht vor dem wirklichen Beginn der Traumphase liegen muß, da Sinnesinformationen über die physikalischen Gegebenheiten den Übergang stören können.