REM-Rebound

Aus Klartraum-Wiki
Version vom 8. Juni 2011, 20:43 Uhr von Jami (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Für diese Technik sollte man grundlegende Kenntnisse über die Schlafphasen haben, um den REM-Rebound besser verstehen zu können. Siehe auch REM-Schlaf …“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Für diese Technik sollte man grundlegende Kenntnisse über die Schlafphasen haben, um den REM-Rebound besser verstehen zu können. Siehe auch REM-Schlaf

Definition

Was ist ein REM-Rebound und wozu nutzt er?

Unser Körper braucht einen gewissen Anteil von allen Schlafphasen, so auch an REM-Schlaf. Wird er ihm durch spezielle Maßnahmen entzogen (z.B. wiederholtes Wecken zu bestimmten Schlafphasen), versucht der Körper dies durch längere und dichtere REM-Phasen zu kompensieren. Diese Kompensation nennt man dann REM-Rebound, was sinngemäß mit REM-Rückprall zu übersetzen wäre. Dieser kann beispielsweise dazu genutzt werden, um aus dem Wachzustand direkt in einen Traum einzusteigen, oder die Traumdauer und -Dichte zu erhöhen. Durch den Rebound kann nämlich die Tiefschlafphase übersprungen werden und die REM-Phase beginnt direkt. Der Fachbegriff hierfür lautet SOREM (engl. für "Schlaf mit Beginn der REM-Phase") bzw. SOREM oder einfach nur vorzeitiger REM-Schlaf. Außerdem führt die erhöhte REM-Aktivität zu zusammenhängenderen, plastischeren, lebhafteren und komplexeren Träumen, die meistens auch besser in Erinnerung bleiben. Speziell Klarträume können an Dauer und Stabilität zunehmen.

Techniken

Wie erzeugt man einen REM-Rebound?

Grundlegend gibt es zwei Möglichkeiten REM-Rebound zu erzeugen: Mit Änderung des Schlafrhythmus oder Einnahme von Substanzen. Eventuell sind Autosuggestionen und Selbsthypnose auch Möglichkeiten, werden jetzt jedoch nicht näher behandelt, es sei denn jemand kann Erfolge damit aufweisen.


Änderung des Schlafrhythmus

- Schlafentzug Einfach mal eine Nacht sehr wenig oder gar nicht schlafen, dafür aber die darauf folgende Nacht komplett ausschlafen. Der verpasste Schlaf wird dann nachgeholt. Jedoch muss man bedenken, dass auch der Tiefschlaf nachgeholt wird. Dadurch treten die vermehrten REM-Phasen später als gewöhnlich ein und Sleep onset REM wird ziemlich unwahrscheinlich.

- REM-Entzug Im Gegensatz zum Schlafentzug wird hier versucht sich nur den REM-Phasen zu entziehen. Die anderen Schlafphasen werden hingegen zugelassen. Hierfür braucht man einen Schlafphasenwecker, wie den Zeo oder den Nova-Dreamer. Diese müssen dann so eingestellt werden, dass sie einen jedes Mal wecken, sobald eine REM-Phase erkannt wird. Danach versucht man ganz normal weiter zu schlafen. Der Schlafrhythmus beginnt dann wieder von vorne (für gewöhnlich mit der Leichtschlaf-Phase). Die Methode kann auch mehrere Nächte hintereinander wiederholt werden, um den Effekt zu verstärken. Vorzeitiger REM-Schlaf ist dann zu erwarten.

- Cycle Adjustment Technik http://www.klartraumforum.de/forum/showt...hp?tid=971


Einnahme von Substanzen

- Alkohol Alkohol unterdrückt die REM-Phase. Somit sollte es möglich sein REM bis in die zweite Nachthälfte zu verzögern. Allerdings ist stark auf die Dosierung zu achten. Bei zu hohem Alkoholkonsum kann die Traumerinnerung schwer beeinträchtigt werden. Erfahrungen zu Träumen unter Alkoholeinfluss gibt es hier.

- Baldrian+Hopfen Baldrian und Hopfen sind pflanzliche Schlafmittel. Sie wirken beruhigend und fördern den Tiefschlaf. Beide Substanzen sind sehr mild und gut verträglich. Nebenwirkungen sind keine bekannt. Hier noch ein informativer Beitrag zu pflanzlichen Schlafmitteln.

- Diphenhydramin und Doxylamin. Diphenhydramin und Doxylamin sind synthetisch hergestellte Schlafmittel aus der Gruppe der Antihistaminika und werden bei leichten Schlafstörungen eingesetzt. In Deutschland sind beide Stoffe rezeptfrei erhältlich. Jedoch sollte man bedenken, dass dies Arzneimittel sind und deshalb ein vorsichtiger Umgang von Nöten ist. Nebenwirkungen wie Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Blutdruckschwankungen und Andere sind möglich. Zusätzlich wird noch eine Toleranz entwickelt, sodass die Wirkung bei zu häufiger Einnahme nachlässt.